Strompreisvergleich Stiftung Warentest 2014

Der Strompreisvergleich der Stiftung Warentest 2014 ist im Heft 02/2014 nachzulesen

Der Strompreisvergleich der Stiftung Warentest 2014 ist im Heft 02/2014 nachzulesen

Unfaire Tarife: Nur selten halten Billigstromanbieter, was sie versprechen

Wenn Stromdiscounter potenzielle Kunden erst einmal auf ihre Online-Vergleichsportale gelockt haben, ist es ein leichtes Spiel, diesen sparsamen Endverbraucher durch angebliche Preiskämpfe zu beeindrucken. Mit allerlei Tricks wird der angelockte Sparfuchs gelockt und darf am Ende oft tief in die Tasche greifen.
Was für den Verbraucher schwer zu erkennen ist, hat die Stiftung Warentest in ihrem Stromanbieter Test nun genauer unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind vielsagend: Nur zwei der 49 getesteten Tarife sind tatsächlich fair. Wo es an Transparenz fehlt, muss der sparwillige Kunde genau hinsehen und dem Kleingedruckten ausreichend Beachtung schenken, sonst droht die Preisfalle.

Strompreisvergleich Stiftung Warentest 2014: Tarife sind meist unfair

Auffällig: vier Unternehmen, die 356 AG (bisher als Almado AG), Energieversorgung Deutschland (EV), Stromino und Extraenergie scheinen prinzipiell die ersten Plätze der Disounterrankings zu belegen. Der Strom dieser Anbieter gelangt unter verschiedenen Markennamen an den Verbraucher. Die Tarife werden von den Prüfern beinahe ausnahmslos als verbraucherunfreundlich deklariert.

Vorsicht vor Vertragsfallen und Preiserhöhungen

Das Kleingedruckte beinhaltet meist eine Reihe von Bedingungen, Optionen und auch Fallen. Zu diesen zählen beispielsweise Preisgarantien. Ebenfalls üblich sind Paketpreise, die den Kunden besonders dann zur Kasse bitten, wenn der Verbrauch höher ausfällt, als angegeben. Außerdem schränken Klauseln die Auszahlung der verführerischen Jahresboni ein. Immerhin 47 Tarife enttäuschten beim genaueren Hinsehen, nur zwei waren fair – diese waren allerdings im direkten Vergleich etwas teurer.
Das Ziel der Unternehmen ist es, die ersten Plätze dieser Stromdiscounter zu belegen. Dazu wird knapp kalkuliert und getrickst. Getarnte Erhöhungen des Preises gehören da zu der Tagesordnung. Die Folgen machen Kunden oft erst bei der Endabrechnung aus – wenn es bereits zu spät ist.

Sie sind selten, doch es gibt sie: die günstigen und fairen Tarife

Der Markt bietet bei aller Trickserei auch faire und kostengünstige Tarife. Der beste Tipp, um Preisfallen zu umgehen und sicher sein zu können, im Tarifdschungel nichts Wichtiges zu übersehen, ist das akribische studieren jeglicher Unterlagen, angefangen bei Rechnungen bis hin zu Werbeschreiben, die durchaus eine versteckte Tariferhöhung enthalten können. Besonders dem Kleingedruckten in den Verträgen sollte ausreichend Aufmerksamkeit zukommen. Stimmt etwas nicht – wenn etwa eine nach Kundenmeinung nicht gerechtfertigte Erhöhung stattfindet – sollte ohne Scheu ein Anwalt zurate gezogen werden. Wer diesem Stress aus dem Weg gehen möchte, kann sich allerdings auch ganz einfach von enormen Billigtarifen fern halten und die „Kampfpreiszone“ meiden. Mit den günstigen Tarifen verschwinden nämlich meist auch die Preisfallen.

Preisfallen und Fallstricke aufgedeckt im Stiftung Warentest Stromvergleich

Im Stromvergleich nennt die Stiftung Warentest nennt eine Liste der häufigsten und bittersten Fallstricke im Tarifdschungel der Stromanbieter. Die fünf Punkte dieser Liste gehören zu den Preisfallen und Tricks, die heutzutage an der Tagesordnung sind, wenn Strom von Billiganbietern bezogen wird.

Auszahlung des Bonus

Zu diesen Fallen gehört laut Stiftung Warentest Strompreisvergleich 2014 beispielsweise der versprochene Bonus. Es ist an der Regel, dass diese Art des Treuebonus nach einem Vertragsjahr ausgezahlt wird. Doch verschiedene Klauseln schränken diese Zahlungen ein – lange nicht jeder erhält den angepriesenen Bonus. In manchen Fällen werden freiberuflich arbeitende von diesen Zahlungen ausgeschlossen, wenn diese von zu Hause aus Arbeiten. Es kommt außerdem vor, dass Anbieter ihren Kunden vor Auszahlungsfälligkeit der Boni kündigen, um dieser Zahlung entgehen zu können. Hier hilft juristische Unterstützung. Das exakte Lesen des Kleingedruckten kann solchem Ärger vorbeugen.

Preiserhöhungen

Preiserhöhungen gehören zu den häufigsten Ärgernissen. Es ist durchaus üblich, dass Stromdiscounter ihre Preise nach einem Jahr merklich erhöhen. Über eine Erhöhung muss der Verbraucher informiert werden – jedoch versteckt sich diese Info oft in seitenlangen Emails oder mit Werbung gespickten Schreiben und bleiben daher sogar oft unentdeckt. Das Lesen diese Emails und Werbeschreiben sollte man daher durchaus ernst nehmen, denn bei Preiserhöhungen steht dem Verbraucher ein Sonderkündigungsrecht zu.

Abschlagszahlungen werden von Unternehmen gerne so hoch wie möglich angesetzt. Die Rückzahlung des Guthabens nach der Jahresendabrechnung lässt dann jedoch lange auf sich warten. Daher sollte darauf bestanden werden, dass sich die Abschläge am durchschnittlichen Verbrauch des Vorjahres orientieren.

Abrechnungen sollten exakt kontrolliert werden. Fehlerhafte Zählerstände sind bei den Abrechnungen der Discounter nicht unüblich. Eine Rechnung muss vom Stromanbieter bis spätestens sechs Wochen nach dem Ende des Lieferverhältnisses oder des Abrechnungszeitraums gestellt werden. Diese sollte genau geprüft werden.

Verbraucher sind teilweise extrem verwirrt. Wechselnde Markennamen, die den schlechten Ruf einer Marke übertünchen sollen, tragen nicht gerade zu großer Transparenz bei. Foren und Suchmaschinen im Internet können weiterhelfen, wenn die Verhältnisse um einen Anbieter unklar sind.

Stromanbieter Vergleich Stiftung Warentest

Der Strompreisvergleich Stiftung Warentest 2014 ist im Magazin 02/2014 nachzulesen. Ausserdem kann der Artikel für eine Gebühr von 1,50€ online auf test.de heruntergeladen werden.

Erfahrungen, Meinungen, Testberichte, Fragen und Antworten zu Strompreisvergleich Stiftung Warentest 2014

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